Arbeitsalltag - Lernen - Planung - Qualifzierung

Lernen im Arbeitsalltag

Warum Lernen im Arbeitsalltag selten so funktioniert wie geplant

Weiterbildung gehört inzwischen zum festen Bestandteil vieler Organisationen.
Programme werden entwickelt, Seminare geplant, Lernplattformen aufgebaut.

Und doch entsteht im Arbeitsalltag häufig der Eindruck, dass Lernen anders verläuft als gedacht.

Nicht weil Menschen nicht lernen wollen.
Sondern weil Lernen selten isoliert stattfindet.

Organisationen sind keine Seminarräume.
Sie sind komplexe Systeme aus Routinen, Erwartungen, Zeitdruck und unterschiedlichen Interessen.

Wenn Qualifizierungsprogramme in diesen Alltag eingebettet werden, treffen sie auf eine Realität, die sich nicht vollständig planen lässt.

Oft fehlen zum Beispiel Zeiträume, in denen neue Inhalte ausprobiert werden können.
Führungskräfte sind nicht immer aktiv eingebunden.
Arbeitsprozesse laufen weiter wie zuvor.

Lernen wird dann zu etwas, das zusätzlich zum eigentlichen Arbeitsalltag stattfinden soll.

Doch genau hier entsteht ein Spannungsfeld.

Lernen entfaltet seine Wirkung selten im Seminarraum.
Es entsteht vielmehr im Zusammenspiel mit der täglichen Arbeit.

Dort, wo neue Ideen ausprobiert werden können.
Dort, wo Kolleginnen und Kollegen miteinander ins Gespräch kommen.
Und dort, wo auch Unsicherheiten oder Fehler Raum haben.

Wenn Qualifizierung diesen Zusammenhang berücksichtigt, verändert sich der Blick.

Programme werden dann nicht nur als Wissensvermittlung verstanden.
Sie werden Teil eines organisationalen Lernprozesses.

Entwicklung entsteht nicht allein durch Inhalte.
Sie entsteht im System, in dem diese Inhalte wirken.