Lernen zwischen zwei Terminen
Im Arbeitsalltag wird Lernen häufig mit bestimmten Formaten verbunden.
Seminare.
Workshops.
Trainings.
Diese Formate haben ihren festen Platz.
Sie schaffen Raum, um Inhalte zu vermitteln, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Doch ein großer Teil organisationalen Lernens entsteht an ganz anderen Orten.
Zwischen zwei Terminen.
Zwischen zwei Aufgaben.
Im kurzen Gespräch auf dem Flur oder im Austausch über eine Frage, die während der Arbeit auftaucht.
Diese Momente wirken oft unscheinbar.
Sie sind nicht geplant, nicht dokumentiert und tauchen selten in Entwicklungsprogrammen auf.
Und dennoch spielen sie eine wichtige Rolle.
Hier werden Erfahrungen geteilt.
Hier werden neue Ideen ausprobiert.
Und hier entsteht häufig ein Verständnis dafür, wie Wissen tatsächlich im Arbeitsalltag angewendet werden kann.
Organisationen, die Lernen fördern möchten, konzentrieren sich oft auf formale Programme.
Dabei lohnt sich auch ein Blick auf die kleinen Räume dazwischen.
Auf Gespräche, Reflexionsmomente und Gelegenheiten zum gemeinsamen Nachdenken über die tägliche Arbeit.
Denn Lernen ist nicht nur eine geplante Aktivität.
Es ist auch ein Prozess, der sich im Alltag einer Organisation entfaltet.
Manchmal genau dort, wo gerade kein Programm stattfindet.

